Bericht von der Inspektion - Werkstatterfahrung in Austria

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StephanPsy
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Bericht von der Inspektion - Werkstatterfahrung in Austria

Beitrag von StephanPsy » Mi 29. Mär 2017, 20:15

Ich hoffe es ist von allgemeinem Interesse, wenn ich hier von meiner Werstatterfahrung berichte:

Ich hatte im November 2016 bei Eifeltec in D meine RE Classic 500 Efi gekauft, geliefert bis nach Hause bei Passau. Die jetzt fällige 500-km-Inspection hab ich bei der nächstgelegenen ( 80 km einfach ) RE-Werkstatt in Marchtrenk (Bei Wels OÖ) machen lassen. Schon vor dem Kauf hatte ich dort angefragt, ob sie auch meine in D gekaufte und zugelassene RE warten und reparieren könne, "ja nach Terminvereinbarung wie beim Zahnarzt" war die Auskunft. Also bin ich letzte Woche mit Anmeldung am Donnerstag Mittag hingefahren, bereit mit der Bahn nach Hause zu fahren und die Maschine - wieder per Zug - am Freitag oder Montag abzuholen. Nein, Günther der Mechaniker, hat mir zugesagt, meine RE noch am selben Nachmittag fertigzumachen, dabei auch Fehlin Satteltaschenhalter und italienische Satteltasche zu montieren. Auf meine Nachfrage durfte ich (Schrauber-Laie) dabeibleiben und zuschauen.

Es war für mich sehr interessant, mit welcher Genauigkeit und Fachwissen Günther die Inspektion durchgeführt hat, diverse aus seiner Erfahrung lockere Schrauben nachgezogen hat, den abgefallenen Hitzeschutzbügel neu hingenietet (der ist nach seiner Aussage doch zur Stabilisierung und Vibrationsdämpfung am Auspuff notwendig) die Stellung des Hinterrades überprüft (war eine Schiefstellung) und ausgerichtet, Kupplungsspiel und Fußbremse nach meinen Wünschen eingestellt, natürlich Öl- und Ölfilterwechsel, viele weitere Überprüfungen, Batterie mit Gummiplatte vor Vibrationen ("da fällt sonst bald der Minuspol ab") geschützt, dabei sehr freundlich und für mich verständlich alles erklärt und kommentiert, weiter Fragen geduldig beantwortet. Günther hat bei mir einen sehr vertrauenserweckenden und kompetenten Eindruck hinterlassen, vielen Dank !

Mit dem Chef des Hauses dagegen komme ich persönlich nicht so ganz klar, ich kam mir permanent (als Deutscher oder überhaupt ?) von ihm verarscht vor, kann nicht einschätzen, ob wiederholte (!) Vorwürfe, wie ich dazu komme, eine nicht bei ihm gekaufte Maschine da warten zu lassen (ich: "ich hab doch vorher gefragt und zahl ja auch dafür"), ernst oder als weiteres auf die Schippe nehmen gemeint waren. Irritierend fand ich auch, dass keine Kreditkarten- oder Bankkarten-Zahlung möglich war, dafür hat mich aber die auch wieder sehr freundliche (und hübsche) Sekretärin zum nächsten Bankomaten und wieder zurück gefahren.

Facit: vor allem wegen Günther, dem Mechaniker, eine sehr empfehlenswerte Werkstatt !

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Bulli
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Re: Bericht von der Inspektion - Werkstatterfahrung in Austr

Beitrag von Bulli » Mi 29. Mär 2017, 21:14

....wie im echten Privatier-Leben: Nur Bares ist Wahres..... bei einer Motorradwerkstatt 2017..... gelinde gesagt: komisch. Aber wenn du sonst zufrieden bist, ist doch alles easy. Wichtig ist halt die Rechnungsstellung mit korrekter Einhaltung der Wartungsarbeiten und korrekter Bestätigung dieser gemäß Inspektionsheft. Hilft ungemein im Falle von etwaigen Hersteller-Garantieleistungen, denn deine Maschine hast du evtl. nicht über einen Händler gekauft, der sie über den EU-Generalimporteur KSR-Group in Österreich bezogen hatte..... Gewährleistung hast du natürlich immer bei deinem Verkäufer.
RE Bullet 535cc Supersport 24KW, EZ 1958... etwas umgebaut, 99,9% der Teile erneuert und optimiert (aus Spaß); 440er Enfield-Diesel (Rumröcheln); 350er Patina-Bullet aus den 70ern (Drehzahl-Junkie); China-CUB 100cc (zum Einkaufen)
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Re: Bericht von der Inspektion - Werkstatterfahrung in Austr

Beitrag von soloalbum » Do 30. Mär 2017, 06:30

kommt auf die Werkstattgröße an...
ein Bekannter von mir betreibt eine 1-Mann-Werkstatt für Mopeds und Motorräder. Hat aber keine Kartenzahlung.
Seine Aussage a la Bulli: Nur Bahres ist Wahres!

Und was den Chef von dort angeht:
Ich habe auch manchmal das Problem mit den "Germanen", und glaube mir, ich bin als Österreicher permanent in Deutschland unterwegs und am besten komm ich mit den Niederbayern aus.

Ich dachte daher eigentlich, dass die Grenzbayern vom Schmäh ja eigentlich Österreicher sind :lol:
Aber scheinbar gibt's da doch Übersetzungsprobleme :mrgreen:
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Re: Bericht von der Inspektion - Werkstatterfahrung in Austr

Beitrag von neundoerfer » Do 30. Mär 2017, 06:50

immer ein gutes Zeichen wenn man in der Werkstatt dabei sein darf und auch mal ne Frage loswerden kann.
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Re: Bericht von der Inspektion - Werkstatterfahrung in Austr

Beitrag von LupoII » Sa 1. Apr 2017, 16:55

Hallo

Darf ich dich mal fragen warum du die RE nicht bei einem Händler in deiner Umgebung gekauft hast und sie dort auch warten lässt?

Grruss
"Am Oel kanns nicht liegen, ist gar keins drin"

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Re: Bericht von der Inspektion - Werkstatterfahrung in Austr

Beitrag von StephanPsy » So 2. Apr 2017, 09:15

Ja, darfst fragen

der Händler (Werkstatt) in Marchtrenk (A) ist der nächstgelegene, dort wäre die RE um gut 1000.- Euro teurer gewesen, der nächste in Händler in D wäre über doppelt so weit entfernt gewesen, Eiffeltec hat die Maschine kostenfrei per Transporter vor Ort bei mir angeliefert ...

Ergänzung: nicht nur ich als Piefke (obwohl seit vielen Jahren mit einer hübschen Österreicherin verheiratet) bin irritiert vom Schmäh des Marchtrenk-Chefs, auch Orginal-Österreicher (wie man mir berichtet) kommen mit dem ungewöhnlichen Charm des Chefs manchmal nicht so zurecht

Aber der Grund meines Postings war eigentlich das Lob für den Mechaniker Günther und damit die Empfehlung für die Werkstatt !

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